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Poulenc: Dialogues des Carmélites / BAC 061
Hitler war besiegt und Stalin war gestorben: Die Bedrohung Europas durch den Totalitarismus schien gebannt, als sich Francis Poulenc 1953 an die Komposition seiner Oper »Dialogues des Carmélites« machte. Poulenc schrieb auch das Libretto nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos. Die Geschichte beruht auf einem historischen Ereignis: Am 17. Juli 1794 starben 16 Karmeliterinnen unter dem Fallbeil der Französischen Revolution – sie gingen singend in den Tod. 1906 wurden sie durch Papst Pius X. seliggesprochen.
Poulenc hatte allen Grund, nach dem Zweiten Weltkrieg eine Geschichte über Märtyrerinnen der eigenen Überzeugung zu vertonen. Ebenso ruft Dmitri Tcherniakovs Insenierung eindringliche Assoziationen der übermächtigen Allgegenwart eines totalitären Staates hervor. »Tcherniakov steuert eine zeitlose Parabel über die Angst und ihre Überwindung, über Einsamkeit allein und in der Gruppe, über Stärke und die Stärke der Schwäche an.« (Münchner Merkur
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